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TanzNetzDresden, villa\wigman und das Societaetstheater präsentieren: »Pitching Sessions Saxony« • 15.03.2026

Im Rahmen der Tanzplattform Deutschland 2026 laden wir bei den »Pitching Sessions Saxony« gemeinsam mit der villa\wigman und dem Societaetstheater Dresden Tanzschaffende aus Sachsen am 15. März 2026 ein, um ihre Arbeit in der villa/wigman einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Durch eine Fachjury wurden im Vorfeld der Tanzplattform 2026 fünf Künstler:innen bzw. Companies ausgewählt, die in einem 15-minütigen Pitch mit anschließendem Q&A ihre Praxis, Produktionen oder Konzeptionen vorstellen. Wer die Ausgewählten sind und was genau am 15. März in der villa/wigman stattfindet, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Pitching Sessions Saxony

Unter dem Titel »Pitching Sessions Saxony« wurden durch eine Fachjury fünf Künstler:innen bzw. Companies ausgewählt, die in einem 15-minütigen Pitch mit anschließendem Q&A ihre Praxis, Produktionen oder Konzeptionen am 15. März in der villa/wigman einem internationalen Fachpublikum vorstellen werden. Moderiert wird die Veranstaltung durch Choreografin und Tänzerin Anna Till. Im Anschluss wird es eine Führung durch die Räume der villa/wigman geben.

Die erwähnte Jury der »Pitching Sessions Saxony« bestand aus: Josephine Bock (Landesverband der Freien Theater in Sachsen e. V.), Rico Stehfest (freier Journalist, Redakteur und Autor), sowie HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste mit einer Stimme, vertreten durch Christoph Bovermann und Elisabeth Krefta

Das Programm der »Pitching Sessions Saxony«

FORWARD DANCE COMPANY

Die FORWARD DANCE COMPANY ist die mixed-abled Tanzcompany von LOFFT – DAS THEATER in Leipzig. Unter der künstlerischen Projektleitung von Gustavo Fijalkow bearbeitet sie mit wechselnden Choreograf*innen gesellschafts-politische Themen. Dabei entstehen Tanzperformances sowohl für spezifische Orte im öffentlichen Raum als auch für die Bühne. Seit der Gründung 2020 bespielte die FORWARD DANCE COMPANY u.a. den Deutschen Pavillon auf der Biennale di Venezia 2023 und eröffnete das Kunstfest Weimar 2024.

Die FORWARD DANCE COMPANY hinterfragt mit künstlerischen Mitteln des Tanzes ästhetisch und diskursiv etablierte Denkweisen, Machtverhältnisse sowie Körperbilder. Sie möchte unerforschtes Tanzvokabular entdecken und auf der Bühne sichtbar machen.

Die FORWARD DANCE COMPANY ist außerdem die erste und einzige dauerhaft in Sachsen arbeitende professionelle Tanzcompany, in der Tänzer*innen mit unterschiedlichen Körperlichkeiten unter professionellen Bedingungen zusammenarbeiten.

Web: forward-dance-company.de
Instagram: instagram.com/forward.dance.company

go plastic company

Die go plastic company (Dresden / Leipzig) erforscht seit Jahren die Schnittstellen von zeitgenössischem Tanz, Performance und hybriden Formaten. Ihre Arbeiten verbinden körperliche Präzision mit markanten Klang- und Bildräumen und übersetzen diese in choreografische Denkbewegungen. Seit 2023 richtet sich der Fokus auf Audio-Deskription als ästhetische Kraft: als choreografische Stimme, dramaturgische Schicht und poetische Erweiterung der Bühne. Über sich selbst sagt go plastic:

»Wir sind ein künstlerisches Kollektiv, das sich diskursiv und interdisziplinär, mit den Mitteln des zeitgenössischen Tanzes, der Cineastik ausdrückt und visuelle Welten entstehen lässt, deren textile Facetten dem Modedesign entstammen. Wir kollaborieren situativ, produktiv und transparent, um relevante, nachhaltige und inklusive Angebote zu schaffen. Hungrig nach sozialkritischen Diskursen holen wir euch ab von räumen, nicht-orten und von zuhause. Hinein in fantastische, utopische und ästhetische Zukunftsvisionen.«

 

Web: goplasticcompany.de
Instagram:
instagram.com/go_plastic_company

Irina Pauls

Irina Pauls entwickelte bisher mehr als 90 eigene Werke in den Bereichen Tanz, site-specific-performance, Musiktheater, Kinder-und Jugendtheater, Schauspiel. Ihre erste Inszenierung 1985 am Landestheater Altenburg als 25jährige Ballettdirektorin sollte gleich die Befreiung von einem vorgeprägten DDR-Verständnis von Tanztheater sein.

1990 brachte die Gründung des Tanztheaters an einem Schauspielhaus (Schauspiel Leipzig) eine neue Reibungsfläche in ihrer künstlerischen Arbeit. Nach der Schließung des Tanztheaters am Schauspiel Leipzig  folgte 1998 ihr Wechsel an Theater im Westen Deutschlands, eine zunehmende Internationalisierung ihrer Arbeitsorte und Zusammenarbeit mit internationalen Arbeitspartnern. Seit zehn Jahren lebt Irina Pauls als freischaffende Künstlerin wieder in Sachsen, was erneut einen Perspektivwechsel mit sich brachte. Die konkreten Umbrüche spiegeln sich in ihren Arbeiten wider. In ihren Stücke der ersten Schaffensjahre reflektiert sie die Gesellschaft aus der Biographie jedes einzelnen Ensemblemitgliedes heraus. Ein intensiver und sehr persönlicher Arbeitsprozess zwischen Choreografin und den mit ihr arbeitenden Künstler:innen  bis zur Uraufführung einer neuen Produktion formt die Ästhetik. Pauls drängt es mehr und mehr aus den Theaterhäusern heraus. Das ortsspezische künstlerische Reagieren auf (Industrie)Landschaften gewinnt in ihrer künstlerischen Arbeit mehr und mehr Gewicht. Aktuell entsteht die Werkreihe „Arbeit“.

Web: irinapauls.de
Instagram: instagram.com/irina_pauls_collaborating

Miller de Nobili

Miller de Nobili wurde während des Lockdowns 2020 als künstlerische Zusammenarbeit zwischen Maria Chiara de’ Nobili und Alexander Miller gegründet. Verbunden durch eine gemeinsame Vision, wollten sie eine Plattform entwickeln, die ihre gemeinsame Leidenschaft für Breaking, zeitgenössisches und urbanes Tanztheater sowie Schauspieltechniken nahtlos miteinander verbindet. Ihre erste Zusammenarbeit, „Momento“, wurde beim 35. Choreografie-Wettbewerb in Hannover mit dem renommierten Produktionspreis des Scapino Balletts ausgezeichnet. Angetrieben von ihrem Engagement für Innovation, Virtuosität und Liebe zum Detail erlangte Miller de Nobili durch eine Reihe faszinierender Kreationen stetig Anerkennung und Erfolg. Ihr abendfüllendes Werk „PACK“ wurde im September 2021 im Rahmen des Festivals „Dancing About“ als Koproduktion mit Tanzpakt Dresden im Hellerau – Europäisches Zentrum für die Künste uraufgeführt. Nach seinem erfolgreichen Debüt wurde „PACK“ auf der Tanzplattform Deutschland 2022 präsentiert.

Miller de Nobili ist das gemeinsame künstlerische Projekt von Maria Chiara de’ Nobili und Alexander Miller. Mit Wurzeln im Breaking, urbanen Tanz, zeitgenössischem Tanz und Schauspiel verschmelzen ihre Arbeiten heterogene choreografische Sprachen zu einer gemeinsamen körperlichen Form. Das Ensemble versteht Tanz als künstlerische Sprache mit sozialer Verantwortung und schafft zugängliche Performances, die sich durch radikale Körperlichkeit und technische Präzision mit aktuellen Spannungen und unseren gemeinsamen sozialen Realitäten auseinandersetzen.

Web: millerdenobili.com
Instagram: instagram.com/millerdenobili

Sahar Damoni

Sahar Damonis künstlerische Praxis entspringt verkörperter Forschung, zeitgenössischem Tanz und Physical Theatre. Sie erforscht Traumata, Psychologie und die Erfahrungen von Frauen in palästinensisch-arabisch-christlichen Kontexten. Durch somatisches Gedächtnis, Vibration, Zittern und eine „Archäologie des Fleisches“ enthüllt sie verschwiegene Erzählungen. Ihre Arbeit hinterfragt die dem Körper auferlegten soziopolitischen Beschränkungen und verwandelt Performance in Resilienz, Widerstand und verkörperte Freiheit.

Sahars Arbeiten wurden international präsentiert, darunter beim Holland Dance Festival, bei den Potsdamer Tanztagen in der Fabrik Potsdam, in der Frauenkirche in Dresden, beim Inequilibrio Festival, im Castello Pasquini, beim ArmuniaTeatro in der Toskana und beim Hangar Festival in Italien, bei Movement Research in der Judson Church und beim MR Festival im Danspace Project sowie im La MaMa in New York City. Café Belcampo und Dancing on The Edge in Amsterdam, dem Ramallah Contemporary Dance Festival, dem Internationalen Solo-Tanz-Theater-Festival Stuttgart, dem Echo Dance Festival in Nordirland, Curtain Up, International Exposure und InitimaDance (Tel Aviv) sowie auf verschiedenen Plattformen und Festivals in den Niederlanden, Deutschland, Irland, Italien, Mexiko und Marokko.

Web: sahardamoni.com

Termin der »Pitching Sessions Saxony«

Termin: 15. März 2026; 11 Uhr
Ort: villa/wigman, Bautzner Str. 107, 01099 Dresden
Dauer: ca. 2 Stunden 30 Minuten
Sprache: Englisch
Wichtig: nur für akkreditiertes Fachpublikum nach Anmeldung (zur Anmeldung geht es hier)

Weitere Informationen gibt es unter folgendem Link:
tanzplattform2026.de/2025-26/pitching-session-saxony


Die »Pitching Sessions Saxony« sind eine Kooperation zwischen HELLERAU – Europäisches Zentrum der KünsteLandesverband der Freien Theater SachsenSocietaetstheater DresdenTanzNetzDresden und villa\wigman im Rahmen der Tanzplattform Deutschland 2026.


Tanzplattform 2026

Alle zwei Jahre macht die Tanzplattform die Vielfalt und Kreativität des zeitgenössischen Tanzes in Deutschland sichtbar. Hierbei kann man sich auf die 13 bemerkenswertesten Tanzproduktionen der vergangenen zwei Jahre freuen, das vielseitige Rahmenprogramm Plattform Plus, inspirierende Begegnungen und ein Festival, das Tanz in all seinen Formen erleben.

In diesem Jahr ist HELLERAU die veranstaltende Institution, die die Tanzplattform Deutschland präsentiert und dabei die aktuellen Entwicklungen und innovativen Strömungen im zeitgenössischen Tanz ins Szene setzt.

Eine unabhängige Jury hat die Produktionen für das Programm ausgewählt, das Mitte März 2026 in HELLERAU und weiteren Dresdner Institutionen gezeigt wird. Berücksichtigt wurden Produktionen, die zwischen September 2023 und August 2025 in Deutschland entstanden sind.

„Spiegelneuronen“ von Sasha Waltz & Guests mit Rimini Protokoll; Foto: Bernd Uhlig

Das Programm der Tanzplattform 2026

Aus rund 550 Produktionen hat eine Jury 13 Stücke ausgewählt, die exemplarisch für die künstlerische Vielfalt und Innovationskraft des zeitgenössischen Tanzes in Deutschland stehen. Die 13 Produktionen sind in 32 Aufführungen auf 11 Bühnen in Dresden zu sehen – neben HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste im Staatsschauspiel (Schauspielhaus und Kleines Haus), Staatsoperette, tjg. theater junge generation, Societaetstheater und villa\wigman.

Insgesamt sind 150 Künstler*innen beteiligt, darunter Sasha Waltz & Guests mit Rimini Protokoll, Adam Linder & Solistenensemble Kaleidoskop, Claire Cunningham, Eszter Salamon, die bereits bei der Tanzplattform Deutschland 2012 in Dresden zu Gast war, und die Dresdner Company Charles A. Washington/Pinkmetalpetal Productions. Darüber hinaus zeigen Jessica Nupen, Katharina Senzenberger, Elsa Artmann/SANFTE ARBEIT, Ewa Dziarnowska, MOUVOIR Stephanie Thiersch/Alesandra Seutin, Regina Rossi, Ceren Oran & Moving Borders und Kat Válastur ihre Arbeiten.

Die Auswahl 2026 sowie das vollständige Plattform Plus-Programm gibt es unter folgendem Link:
tanzplattform2026.de

Die aktuelle Festivalbroschüre kann man sich hier anschauen und auch herunterladen.

Tickets

Die Tickets für die Tanzplattform Deutschland 2026 kosten je nach Programm und Spielstätte zwischen 8 und 35 Euro und sind online unter www.tanzplattform2026.de erhältlich. Für die beiden Familienstücke gibt es Familientickets.

Weitere Informationen zum Programm der Tanzplattform 2026 folgen in regelmäßigen Beiträgen auf dem Blog des TanzNetzDresden.


Die Tanzplattform Deutschland 2026 wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, das NATIONALE PERFORMANCE NETZ, So geht sächsisch und Aktion Mensch mit dem Freundeskreis HELLERAU e.V.


Header-Foto: André Wirsig

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