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TANZPAKT In Residence 2023 • Workshop Mit Lissy Willberg

TANZPAKT in residence 2023 • Workshop mit Lissy Willberg

Im Rahmen der aktuell laufenden TANZPAKT in residence-Programms, das eine Kooperation zwischen villa\wigman und TanzNetzDresden ist, findet am 1. Oktober ein Workshop mit Lissy Willberg statt. Lissy Willberg erarbeitet im Rahmen ihrer Recherche-Residenz am TanzRaumGörlitz ein künstlerisch-choreografisches Projekt erarbeitet. Grundlage der entstehenden Choreografie ist die Recherche frühzeitlicher arabischer Navigationssysteme (Hand- und Körpergesten), die die nautische Orientierung revolutionierten.

Der Workshop steht unter dem Titel »Exploring sonic interbeing« und untersucht die politische Dimension von Zuhör-Räumen. Der erste Teil des Formats besteht aus einer Reihe angeleiteter Übungen, die den Leib auf sein Potenzial als Klangkörper untersuchen. Nach der Mittagspause wird Lissy Willberg einen theoretischen Input zum Begriff der Akusmatik (Brandon LaBelle) geben und im Weiteren mit Hörbeispielen des aktivistischen Soundkollektivs “Ultra-Red” arbeiten. Im Mittelpunkt des Workshops steht die Auseinandersetzung mit der “anderen Seite von Verlautlichung” und somit der Konzeptualisierung des Zuhörens als emanzipatorischer Praxis. Kommt in bequemer und warmer Kleidung, erwartet einen halb abgedunkelten Raum, Textilien + Kläng(e) + Stimme(n).
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Workshop description in english:
“Exploring sonic interbeing” explores the political dimension within spaces of listening. The first part of the format will consist of a series of guided exercises exploring the body for its potential as a sounding box. After the lunch break, Lissy Willberg will give a theoretical input on the concept of the acousmatic (Brandon LaBelle) and will further work with listening examples of activist sound collective “Ultra-Red.” The focus of the workshop is to address the “other side of verbal language” and thus the conceptualization of listening as an emancipatory practice. Come in comfortable and warm clothes, expect a semi-darkened space, textiles + sound(s) + voice(s).

Workshop-Informationen & Anmeldung

Der Workshop von Lissy Willberg wird in englischer Sprache durchgeführt. Der Zeitplan für den 1. Oktober 2022 sieht wie folgt aus:
  • 10:00 – 16:00 Uhr – Workshop
  • 13:00 – 14:00 – Mittagspause (Catering inbegriffen)
Zur Facebook-Veranstaltung geht es hier.
Adresse: Hochschule Zittau/Görlitz (der exakte Raum wird noch bekanntgegeben)

Über Lissy Willberg

Lissy Willberg (*1989, Berlin, DE) erforscht Raum- und Gruppendynamiken anhand von Installationen und Performances, die auf partizipatorischen Angeboten beruhen. Nach dem Diplomabschluss an der HGB Leipzig (DE) absolvierte Lissy Willberg ein postgraduales Studium am Dutch Art Institute (NL). Lissy Willberg initiiert soziale Situationen, die theoretische und wissenschaftliche Wissensproduktion erfahrbar machen. Diese ortsspezifischen Konstellationen verwischen die Grenzen zwischen Sein, Performen und Partizipieren. Im Jahr 2020 erhielt Lissy Willberg ein Stipendium der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst (AT) und wurde von 2017—2022 durch ein Stipendium der Studienstiftung gefördert. Seit 2021 hat Lissy Willberg einen Lehrauftrag an der HGB Leipzig inne und begleitet die Klasse für Performative Künste von Prof:in Isabel Lewis.

Instagram-Kanal von Lissy Willberg

Über TANZPAKT in residence

TANZPAKT in residence ist eine Kooperation zwischen villa\wigman und TanzNetzDresden, in den Jahren 2022-24 ein umfangreiches Residenzprogramm für Sachsen, das die künstlerische Stärkung der Tanzschaffenden im Freistaat umsetzt.

Von Januar bis Dezember 2023 werden acht (8) Solo-Recherche-Residenzen an den sächsischen Produktions- und Theaterstätten in Kirschau, Zwickau, Görlitz, Chemnitz, Leipzig und Dresden vergeben werden. Die Dauer beträgt pro Residenz vier Wochen, welche auch gesplittet werden kann.
Für das Jahr 2023 können sich Künstler:innen mit Arbeitsschwerpunkt in Sachsen bis zum 30. September 2022 bewerben.

TANZPAKT in residence versteht sich als grundlegendes Instrument, Künstler:innen in die Exzellenz zu befördern, indem es Zeit-Räume für Forschung zur Verfügung stellt und nachhaltige Strukturen schafft, die der Tanzszene der Region ein professionelles und kontinuierliches Arbeiten ermöglichen.
Von 2022-2024 werden insgesamt 18 Residenzen ermöglicht. Jedes Jahr findet eine neue Ausschreibung und Auswahl der Residenzen für das Folgejahr statt. Die Vergabe erfolgt über eine Jury.
Ein Residenzplatz für ein:e ukrainische:n Künstler:in ist vorgesehen. (die Ausschreibung auf Ukrainisch gibt es hier)

TANZPAKT in residence – Open Call 2023

Von Januar bis Dezember 2023 sollen acht (8) Solo-Recherche-Residenzen an den sächsischen Produktions- und Theaterstätten in Kirschau, Zwickau, Görlitz, Chemnitz, Leipzig und Dresden vergeben werden. Die Dauer beträgt pro Residenz vier Wochen, welche auch gesplittet werden kann.
Für das Jahr 2023 können sich Künstler:innen mit Arbeitsschwerpunkt in Sachsen bis zum 30. September 2022 bewerben.
Zum Arbeitsaufenthalt gehört die Durchführung eines oder mehrerer Trainings bzw. Workshops am
Residenzort und eine Werkstattpräsentation zum Abschluss der Residenzzeit.

TANZPAKT in residence bietet:

  • Honorar für eine Person i.H.v. 2.000,00 Euro für eine Solo-Residenz
  • Materialkosten: 200,00 Euro
  • Reisekosten & Unterkunft (nach Absprache)
  • Studionutzung
  • organisatorische (keine technische) Unterstützung
  • Hilfe bei der Organisation von Kinderbetreuung

Residenzorte:


+++ Die Ausschreibung des TANZPAKT in residence-Programms läuft noch bis zum 30. September 2022. Daher sind alle Interessierten aufgerufen, sich bis zu diesem Datum für eine der Residenzen zu bewerben. +++


Weitere Informationen u TANZPAKT in residence gibt es unter:
villawigman.de/tanzpakt-in-residence

Die vollständige Ausschreibungsunterlagen gibt es hier: TANZPAKT-in-residence_Ausschreibung-2023_de.pdf

oder direkt auf der Website der Villa Wigman unter:

Open Call 2023 | DE
Open Call 2023 | EN
Open Call 2023 | UA


Fotomotiv: Performance-Projekt »Kleine Bottle« von Lissy Willberg; Foto: Dana Lorenz

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